"Similia similibus curentur"

Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt

 

 

Der Begründer der Homöopathie, Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843), geboren in Meißen, war einer der erfolgreichsten Ärzte seiner Zeit. 

Während seiner Tätigkeit als Chemiker und Übersetzer englischer, französischer und italienischer pharmazeutischer Werke, machte er 1790 die Entdeckung, dass eines der bewährtesten Heilmittel, die Chinarinde, im gesunden Körper Vergiftungserscheinungen hervorrief, die eine auffallende Ähnlichkeit mit der Krankheit haben, gegen die es als Heilmittel verordnet wurde.

In zahlreichen weiteren Versuchen untersuchte er viele weitere Substanzen und führte als einer der Ersten in der Medizin kontrollierte Experimente an gesunden Versuchspersonen durch, die sogenannten Arzneimittelprüfung. Aus dem immer wiederkehrenden Ergebnissen leitete er folgenden Lehrsatz ab:

 

"Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann als sie heilen soll" - die Ähnlichkeitsregel

 

Neben seiner umfangreichen ärztlichen Tätigkeit, widmete Hahnemann eine großen Teil seines Lebens der Prüfung von Arzneien und hinterließ so ein kostbares Vermächtnis von an die hundert Arzneistoffen.

Große Homöopathen folgten und entwickelten sein Werk stetig weiter, sein Weggefährten Freiherr von Boenninghausen und Constantin Hering, der als Weltreisender viele bedeutende Mittel fremder Länder prüfte und die Homöopathie nach Amerika brachte, Arthur Lutze mit über eine Million behandelten Patienten bis zu seinem Lebensende, W.H. Schüßler, der Begründer der Biochemischen Heilweise mit den sogenannten Schüßler-Salzen oder einer der bedeutesten Homöpathen unserer Zeit, Georgos Vithoulkas (geb. 1932). Dieser gründete unter anderem eine Klinik für Homöopathie in Athen und eine internationale Stiftung für klassische Homöopathie in Amerika. Neben zahlreichen Lehraufträgen in verschiedenen Ländern Europas, ist er Autor herausragender Werke der Homöopathie und  erhielt 1996 den alternativen Nobelpreis, eine Auszeichnung

"für die Gestaltung einer besseren Welt".

Der Kern und das Wesen der Homöopathie ist millionenfach an Krankenbetten erprobt und bestätigt worden, trotzdem ist hier darauf hinzuweisen, dass klinische Studien nach heutigen wissenschaftlichen Standards die Wirkung nicht nachweisen können. Constantin Hering formulierte es so:"Die Homöopathie ist eine Heilkunst, die auf praktischen Versuch begründet ist und wer ein ernstliches Urteil über die Ähnlichkeitsregel gewinnen will, dem bleibt kein anderer Weg, als vorurteilsfrei Versuche am Krankenbette anzustellen"

 

Quellen: Herbert Fritsche " Idee und Wirklichkeit der Homöopathie"

Constantin Hering und RichardHaehl "Homöopathischer Hausarzt"

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